Dieses Video führt dich ins Schweizer Bildungssystem ein.

Glossar

Wichtige Begriffe von A-Z erklärt.

A

  • AHV-Nummer

    Als AHV-Nummer deine persönliche Nummer bei der Alters- und Hinterbliebenenversicherung AHV.
    Anerkannte Flüchtlinge (Status B) und Statenlose sind wie Schweizer ab dem 20 Lebensjahr oder ab Erwerbstätigkeit automatisch bei der AHV versichert.
    Vorläufig Aufgenommene (Status F) und Asylsuchende (Status N) sind nur dann bei der AHV versichert, wenn sie erwerbstätig sind.
    Die Versichertennummer steht auf der Krankenversicherungskarte und auf dem persönlichen Versicherungsausweis AHV/IV.
    Eine versicherte Person, die weder eine Krankenversicherungskarte noch einen Versicherungsausweis AHV/IV besitzt, wendet sich an ihre Ausgleichkasse um eine Versicherungskarte zu erhalten.

  • Anerkennungsempfehlung (für ausländische Hochschuldiplome)

    Die Anerkennungsempfehlung ist eine vergleichende Einstufung des Hochschuldiploms. Sie ist also keine Anerkennung des Diploms und rechtlich nicht bindend. Swiss ENIC bietet für ausländische Hochschuldiplome, die nicht reglementierte Berufe betreffen, eine Anerkennungsempfehlung an. Die Anerkennungsempfehlung eignet sich für die Arbeitssuche. Um an einer Hochschule zugelassen zu werden braucht es keine Anerkennungsempfehlung.

  • Arbeitswelterfahrung

    Arbeitswelterfahrung ist Erfahrung in der Arbeitswelt. Das kann ein Praktikum sein oder du hast bereits in einem verwandten Feld gearbeitet. Fachhochschulen setzen für die Aufnahme ins Studium meist Arbeitswelterfahrung im gleichen Bereich wie das Studium voraus.
    Die Dauer beträgt meist zwischen 6 und 12 Monaten und ist je nach Studiengang unterschiedlich.

B

  • Beglaubigung/beglaubigte Übersetzung/beglaubigte Kopie /beglaubigen

     

    Eine beglaubigte Kopie ist eine Kopie, die von einer offiziellen Stelle gemacht wird. So wird bestätigt, dass die Stelle das Originaldokument gesehen hat und die Kopie dem Original entspricht.
    Um eine beglaubigte Kopie zu machen, brauchst du unbedingt das Originaldokument: Kopien von Kopien können nicht beglaubigt werden.
    Eine Notar oder eine Notarin oder die Gemeinde bestätigt mit Stempel und Unterschrift, dass diese Kopie dem Originaldokument entspricht. Die Beglaubigung sagt nichts über den Inhalt oder die Echtheit des Originaldokumentes aus.

    Beglaubigung

     

  • Berufslehre, Lehre (berufliche Grundbildung)

    Die Berufliche Brundbildung (auch Berufslehre oder Lehre) ist eine Erstausbildung die normalerweise nach der obligatorischen Schulzeit gemacht wird.
    Eine Lehre hat zum Ziel, die für die Ausübung eines Berufs notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln. In der Ausbildung wechseln sich theoretische und praktische Teile ab. Die Lehre kann in einem Lehrbetrieb oder an einer Schule erfolgen. Während der Lehre gibt es Lohn.
    Die berufliche Grundbildung (auch Berufslehre oder Lehre genannt) ist die häufigste Ausbildung von Jugendlichen in der Schweiz. Der Abschluss wird überall in der Schweiz anerkannt.
    Der Abschluss heisst:

    • nach einer 2-jährigen Ausbildung: EBA (Eidgenössisches Berufsattest)
    • nach einer 3- oder 4-jährigen Ausbildung: EFZ (Eidgenössisches
      Fähigkeitszeugnis)

    Informationsblatt

     

  • Berufsmaturität (Berufsmatura)

    Die Berufslehre kann mit dem Abschluss der Berufsmaturität ergänzt werden.
    Es handelt sich dabei um eine erweiterte Allgemeinbildung, die den direkten Zugang zu den Fachhochschulen ermöglicht.
    Die Ausbildung kann mit zusätzlichen Stunden während der Berufslehre oder nach Abschluss der Berufslehre gemacht werden.

  • Betreuungsperson

    Auch: Ansprechperson, Sozialarbeiter Sozialarbeiterin, verantwortliche Person, Kontaktperson.
    Manchmal: Coach
    Je nachdem, welchen Status du hast, wie lange du bereits in der Schweiz bist und in welchem Kanton du wohnst, wirst du von unterschiedlichen Diensten betreut.
    Auf dieser Webseite verwenden wir deshalb global den Begriff «Betreuungsperson».
    Die Betreuungsperson ist diejenige Person, an die du dich mit Problemen wenden kannst und die die Entscheidungen zu den Leistungen, die du erhältst, trifft. (Beispielsweise: Bezahlung von Fahrkarten oder Sprachkurs.)

D

  • Diplomerläuterung

    Eine Diplomerläuterung ist eine Beschreibung deiner bisherigen Hochschulbildung. Sie zeigt, wie das Swiss ENIC
    diesen Hochschulabschluss einstufen würde, wenn alle Dokumente vorhanden wären.
    Du kannst eine Diplomerläuterung beim Swiss ENIC beantragen, wenn du nicht alle Dokumente zu deiner bisherigen Bildung hast. Diese Erläuterung kann helfen, deinen Abschluss zu erklären, wenn du dich weiterbilden möchtest oder eine Arbeit suchst.
    Weitere Informationen: swissuniversities

  • Diplomanerkennung

    Für die Anerkennung ausländischer Diplome, die reglementierte Berufe betreffen, ist das SBFI zuständig.
    Die Diplomanerkennung eignet sich vor allem für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Für die Zulassung zum Studium wird deine Vorbildung von der jeweiligen Hochschule beurteilt.

    Anerkennung deiner Diploma

E

  • Eidesstattliche Erklärung

    «Eine eidesstattliche Erklärung ist die Glaubhaftmachung einer Tatsache an Eides statt.» Manche Hochschulen akzeptieren eine eidesstattliche Erklärung zu deiner Vorbildung, wenn du kein Diplom hast, um sie zu belegen.
    Das heisst, dass du Inhalt und Form deines Abschlusses schriftlich erklärst, beispielsweise in der Form einer Diplomerläuterung. Du unterschreibst in Anwesenheit eines Notars oder einer Notarin, dass du ausschließlich die Wahrheit sagst. Deine Aussage kommt einem Schwur (Eid) gleich.
    Die Hochschule kann dich anschliessend aufgrund dieser Aussagen zulassen, wenn du die passenden Vorkenntnisse hast.
    Sollte sich deine Aussage später als falsch herausstellen, kann dir das Hochschuldiplom aberkannt werden, auch wenn du die Prüfungen aus eigener Kraft geschafft hast.

F

  • Fachhochschule 

    Die Fachhochschulen FH sind praxisorientierte Hochschulen. Die Ausbildungen sind eng mit einem Beruf und dem entsprechenden Tätigkeitsbereich verbunden. Eine Ausbildung kann mit Bachelor- oder Masterdiplom abgeschlossen werden.
    Die FH bieten auch berufliche Weiterbildung an: (Nachdiplomstudien [ND] bzw. Master of Advanced Studies [MAS], Nachdiplomkurse [NDK]). Im Gegensatz zu den Universitäten machen die FH anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung

  • Fachkraft – Fachkräfte, Fachperson

    Jemand, der in seinem Berufs oder Fachgebiets über die entsprechende Ausbildung, die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt.

  • Fachmittelschule FMS, Fachmittelschulausweis, Fachmaturität

    Fachmittelschulen sind allgemeinbildende Schulen und bereiten auf eine Ausbildung auf der Tertiärstufe im nichtuniversitären Bereich vor. Neben Allgemeinbildung vermitteln die FMS Kenntnisse im Zusammenhang mit einem bestimmten beruflichen Fachgebiet (zum Beispiel: Gesundheit). Nach dem Abschluss der Fachmittelschule mit dem Fachmittelschulausweis kann in einer einjährigen Zusatzausbildung die Fachmaturität erworben werden.
    Der Abschluss der Fachmaturität gibt direkten Zugang zum Studium an einer Fachhochschule.

G

  • Geisteswissenschaften

    Geisteswissenschaften ist ein Sammelbegriff für die Gesamtheit der Wissenschaften, die mit unterschiedlichen Methoden Gegenstandsbereiche untersuchen, welche mit kulturellen, geistigen, medialen, teils auch sozialen bzw. soziologischen, historischen, politischen und religiösen Phänomenen zusammenhängen.

H

  • Hauptfach

    Als Hauptfach wird die Hauptstudienrichtung bezeichnet, die ein Student wählt. Wenn die Anforderung des Hauptfachs weniger als 180 ECTS (im Bachelor) beträgt, wird neben der Hautrichtung ein Nebenfach gewählt. Dies erlaubt den Studierenden, unterschiedliche Studienrichtungen zu kombinieren.

  • Hochschule

    Die Hochschulen bieten Bildung auf Tertiärstufe an und betreiben Forschung.
    Die Hochschulen in der Schweiz setzen sich aus Fachhochschulen FH, Universitären Hochschulen UH, eidgenössischen technischen Hochschulen ETH uznd pädagogischen Hochschulen PH zusammen.

K

  • Kantonsschule-Gymnasium-gymnasiale Maturitätsschule

    Das Gymnasium (auch: Kantonsschule) ist eine Mittelschule auf Sekundarstufe II, die mit der Maturität abgeschlossen wird.
    Je nach Kanton wird die Schule Kantonsschule oder Gymnasium genannt. Auch die Dauer der Ausbildung ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich und kann zwischen 3 und 5 Jahren dauern.
    Die Ausbildung vermittelt Allgemeinbildung. Die Fachbereiche umfassen Sprachen und Kommunikation, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften und Fächer im Bereich Kunst und Sport.
    Im Laufe der Ausbildung können die Schüler Fächer wählen, die sie vertiefen wollen.

     

    Informationen zur Gymnasium

  • kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

    Ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis ist eine Liste mit allen Vorlesungen und Kursen, die an einer Hochschule in einem Semester angeboten werden. Die Liste enthält nebst dem Titel auch eine Beschreibung der Lehrveranstaltungen.

L

  • Lehrveranstaltung

    Eine Lehrveranstaltung ist eine Unterrichtseinheit an einer Universität oder Fachhochschule. Es gibt unterschiedliche Typen von Lehrveranstaltungen.
    Die gängigsten Formen von Lehrveranstaltungen sind Vorlesungen, Tutorien, Übungen und Seminare.

    Vorlesungen werden meist von Professoren gehalten, Tutorien in der Regel von Studenten aus höheren Semestern. Andere Lehrveranstaltungen werden von Dozenten unterschiedlicher Qualifikation gegeben.

M

  • Matura, Maturität, Schweizerische gymnasiale Maturität

    Die Maturität (oder Matura) ist die Reifeprüfung nach einer höheren Schulausbildung am Gymnasium. Auch der Abschluss selbst wird Maturität genannt. Das Zeugnis wird als gymnasiales Maturitätszeugnis bezeichnet.
    Um an einer Schweizer Universität zugelassen zu werden, wird in der Regel ein gymnasiales Maturitätszeugnis oder ein gleichwertiges Reifezeugnis benötigt.

     

    Informationen zur Maturität

  • Monofach

    Ein Fach, das die volle Studienzeit beansprucht (also 180 ECTS im Bachelor und 120 ECTS im Master umfasst). Neben einem Monofach kann kein Nebenfach gewählt werden.

N

  • Naturwissenschaften

    Naturwissenschaft ist ein Oberbegriff für alle Wissenschaften, die sich mit Phänomenen der Natur befassen und sie erforschen. Gearbeitet wird mit Analyse, Messung und Vergleich. Ein Ziel der Naturwissenschaften ist, Gesetzmäßigkeiten in den Abläufen der Natur zu finden.

  • Nebenfach

    Zweite gewählte Studienrichtung. Umfasst weniger ECTS als das Hauptfach, in der Regel sind das 60 ECTS im Bachelor und 40 im Master.

  • Notenumrechnungstabelle

    Eine Notenumrechnungstabelle ist eine Liste, die einen Überblick über die Notenskala (das Notensystem) in einem anderen Land gibt und sie mit der Schweizer Notenskala vergleicht. Eine Notenumrechnungstabelle ist hilfreich, um im Ausland erbrachte Leistungen in der Schweiz verständlich zu machen.
    Hier findest du nützliche Websites zum Erstellen deiner Notenumrechnungstabelle:

    Die Universität Basel stellt eine Formel für die Umrechnung der Abschlussnote zur Verfügung:

    Hilfreich:

Q

  • Qualifikation

    Durch Ausbildung oder Erfahrung erworbene Fähigkeit einer Person auf ihrem Arbeitsgebiet. Eine Qualifikation muss oft durch die entsprechenden Diplome und Zeugnisse belegt werden können.

R

  • reglementierte und nicht reglementierte Berufe

    Gewisse Berufe sind in der Schweiz reglementiert. Das heisst, man muss bestimmte, vorgeschriebene Fähigkeiten und Qualifikationen mitbringen und einen anerkannten Ausbildungsausweis haben, um auf diesem Beruf arbeiten zu können. Hier findest du nähere Informationen dazu, welche Berufe reglementiert sind und wer für die Anerkennung verantwortlich ist.

    • Mehr Informationen hier

    Ist dein Beruf nicht reglementiert, so kann man für Hochschuldiplome eine Anerkennungsempfehlung von Swiss ENIC beantragen.

    Liste Reglementierte Berufe SBFI

    Informationen reglementierte Berufe

  • Reifezeugnis

    Zeugnis, mit dem nach bestandener Reifeprüfung die höhere Schule abgeschlossen wird.
    Im deutschen Sprachraum wird auch von Maturitätszeugnis oder Abiturzeugnis gesprochen. Das Reifezeugnis ist im Land seiner Ausstellung eine Urkunde der allgemeine Hochschulreife. Es wird also die Befähigung zu einem Hochschulstudium zuerkannt.

S

  • Sekundarstufe II

    Die Sekundarstufe II folgt auf die obligatorische Schule und besteht aus zwei Hauptbereichen:

    • die berufliche Grundbildung
    •  allgemeinbildende Ausbildungen an Gymnasium, Berufsmaturitätsschule und Fachmittelschule

    Wer an einer Hochschule studieren will, benötigt den Entsprechenden Abschluss auf Sekundarstufe II (allgemeinbildendes Reifezeugnis).

    Sekundarstufe II

    Mehr Informationen:

  • Sozialdienste

    Dienste, die Personen helfen und unterstützen, die nicht für ihren eigenen Unterhalt aufkommen können. Einige Sozialdienste bieten Sozialhilfe an.
    Die Sozialdienste sind in jedem Kanton unterschiedlich strukturiert. Dies gilt auch für die Sozialhilfe.
    Wenn du Geld oder materielle Leistungen von einem Sozialdienst beziehst, hast du dort in der Regel eine Betreuungsperson, die für Entscheide verantwortlich ist, die dich betreffen oder die Leistungen, die du erhältst.

  • Studienplatznachweis

    Ein Studienplatznachweis ist ein Dokument, das beweist, dass man in seinem Herkunftsland an einer bestimmten Universität zugelassen war, studiert hat oder hätte studieren dürfen. Dieses Dokument wird von der Universität im Herkunftsland ausgestellt.

  • Studierendenschaft

    Hier: Eine Studierendenschaft ist die Vertretung der Studierenden an einer Hochschule. Die meisten Studierendenschaften bieten Services wie Beratung, Stellen- und Wohnungsportale an. Sie sind Experten für Fragen des studentischen Lebens.
    Auch: Die Studierendenschaft ist die Gesamtheit der Studentinnen und Studenten.

U

  • Universität

    Universitäten sind Orte der wissenschaftlichen Ausbildung und Forschung. Sie haben Promotionsrecht, können also Doktorierende zur Promotion führen.
    Es gibt fünf Universitäten in der Deutschschweiz, vier in der französischsprachigen und eine in der italienischsprachigen Schweiz. Sie bieten Studiengänge an in Geistes- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Recht, Wirtschaft und Medizin.

V

  • Vorbildungsausweis

    Ein Diplom, Zeugnis oder anderes Dokument, das deine bisherige Bildung belegt. In der Regel muss vor allem der letzte Abschluss dokumentiert sein. Wenn du deine letzte Ausbildung nicht abgeschlossen hast, solltest du zudem möglichst genau die Ausbildungsrichtung, Fortschritt und Inhalt dokumentieren können.

Z

  • Zweitausbildung

    Wenn du vor der Ausbildung, die du aufnehmen möchtest, bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast, gilt die neue Ausbildung als Zweitausbildung. Für Zweitausbildungen gibt es oft weniger finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.
    Hast du zuvor eine Ausbildung gemacht, die du nicht abgeschlossen hast, so gilt die neue Ausbildung als Erstausbildung.