Perspectives – Studies in brief

Refugees who were working on a university degree in their home country often face great hurdles when they want to continue their studies in Switzerland. For this reason, the Swiss Student Union initiated the project, Perspectives-Studies, to give refugee students access to higher education institutions in Switzerland. The focus lies on supporting and promoting student involvement, the availability of information, and networking as well as on raising awareness and political work. 

Support & promotion

Students work on behalf of refugee students in independent projects at Swiss Universities. Refugees who are interested in studying have the opportunity to attend lectures as auditors, get to know the Swiss education system, and assess their chances of being accepted.  Perspective – Studies supports the local projects with training and consulting. 

 

Information

The website of Perspective – Studies provides a toolkit. It helps in developing university projects for refugees.  The website also offers a comprehensive information portal for university access in Switzerland. The information is addressed to refugees who would like to study and all those who may want to support them along the way. 

 

Networking

Perspectives – Studies promotes the networking of the different university projects with each other and with the major actors in the areas of education and migration. 

 

Raising awareness and political work

Perspectives – Studies also raises awareness and performs political work.  

 
With these measures, the Swiss Student Union aims to contribute to the sustainable integration of refugee students – based on their resources and skills. Access to a tertiary education must remain equally accessible to everyone.

 

Background

Ausgangslage

Schweizer Hochschulen sind für studentische Geflüchtete, trotz vorhandener Qualifikationen, nur schwer zugänglich. Sei es um ein Studium aufzunehmen oder ein durch die Flucht unterbrochenes Studium fortzuführen. Gründe sind die hohen Zulassungshürden der Hochschulen:

  • Sprachniveau
  • fehlende / nicht anerkannte Dokumente und Diplome
  • ungenügende Anerkennung der Bildungsvorkenntnisse
  • Finanzierung
  • etc.

 

Hinzu kommt, dass im Rahmen des Integrationsprozesses der Bildungsweg (auf Tertiärniveau) für qualifizierte Geflüchtete grundsätzlich nicht vorgesehen ist. Viel mehr wird eine schnelle, oftmals disqualifizierende Arbeitsmarktintegration angestrebt.

Damit sich qualifizierte Geflüchtete mit ihrem Potential und ihren Kompetenzen selbstbestimmt und eigenverantwortlich am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben in der Schweiz beteiligen können, ist es jedoch unerlässlich, dass ihnen der Bildungsweg auf Tertiärstufe offensteht. Hochschulinstitutionen sind nicht nur Orte der Wissensvermittlung, sondern v.a. auch Orte des sozialen Austauschs, der gesellschaftlichen Gestaltung, der Mitbestimmung und Partizipation.

Die Hochschulinstitutionen nehmen ihre Handlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten gegenüber qualifizierten Geflüchteten bis anhin zu wenig oder gar nicht wahr und werden somit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in diesem Bereich nicht gerecht. 

 

Entwicklungen

Seit 2015 sind an Schweizer Hochschulen diverse studentische Projekte und Initiativen entstanden, in denen sich Studierende ehrenamtlich für den Zugang zur Tertiärbildung für studentische Geflüchtete engagieren. Im Rahmen von Mentoringprogrammen und Schnuppersemestern bieten die Projekte den studentischen Geflüchteten die Möglichkeit als Gasthörerende Vorlesungen zu besuchen, vermitteln Informationen zum Schweizer Bildungssystem und leisten Unterstützung beim Zulassungsprozess. Durch den Zugang zu verschiedenen universitären Angeboten sowie den Kontakt und Austausch zwischen Studierenden und studentischen Geflüchteten ermöglichen die Projekte Teilhabe und Mitgestaltung und fördern den sozialen und interkulturellen Kompetenzerwerb. 

An insgesamt 20 Hochschulen bestehen heute Initiativen, rund 600 studentische Geflüchtete profitierten bislang von den Angeboten und ungefähr 550 Studierende engagierten sich freiwillig, um die Hochschulen für studieninteressierte Geflüchtete zu öffnen.