Der Fonds «Hochschulprojekte» wurde durch Perspektiven – Studium mit dem Ziel lanciert, Förderprojekte an Hochschulen, die sich für den Hochschulzugang für Geflüchtete einsetzen, finanziell und inhaltlich zu unterstützen. Zentrales Kriterium war, dass die Projektaktivitäten auf die Verankerung der Angebote in die Regelstruktur fokussieren. Unser Wunsch ist es, dass sich die Projekte an den Hochschulen nachhaltig verankern können, sich qualitativ weiterentwickeln und von den Institutionen sowie der öffentlichen Hand finanziert werden.

Im Februar 2023 sowie 2024 wurde jeweils eine Ausschreibung publiziert. Mitte Juni 2023 hat die Auswahlkommission, bestehend aus Vertreter*innen der Eidgenössischen Migrationskommission EKM, Allianz Chance+, HEKS MosaiQ, Perspektiven – Studium sowie einer Studierenden der Universität Luzern mit Fluchthintergrund, neun Projekte aus der ersten Ausschreibungsrunde ausgewählt. Sie werden ein bis drei Jahre finanziell unterstützt und durch das Team von Perspektiven – Studium begleitet. Im Rahmen der zweiten Ausschreibungsrunde hat die Auswahlkommission Mitte Mai 2024 entschieden, fünf bereits unterstützte Projekte weiter- resp. ergänzend zu fördern sowie vier zusätzliche Projekte zu berücksichtigen.

Insgesamt werden die folgenden dreizehn Projekte durch den Fonds «Hochschulprojekte» unterstützt:

  • Universität Freiburg - Hérodote Plus (2023-2026)

    Mit dem Projekt «Hérodote Plus» will die Universität Freiburg die Zulassung zum Studium für geflüchtete Personen erleichtern. In Anlehnung an die bereits bestehende Zulassungsmöglichkeit «30+» soll eine Zulassung ohne anerkannte Vorbildungsausweise ab 25 Jahren spezifisch für Personen mit Fluchthintergrund entwickelt werden. Das Angebot besteht aus Sprachkursen, Gasthörer*innenschaft und Mentorat sowie einer Vorbereitung auf ein Zulassungsverfahren für die Aufnahme ins Regulärstudium. In der dreijährigen Pilotphase wird das Zulassungsverfahren entwickelt und rechtlich verankert. In einem ersten Schritt wird das Angebot für die philosophische Fakultät eingeführt, mit der Option, das Zulassungsverfahren auf weitere Fakultäten auszuweiten.  

    Für die nachhaltige Implementierung des Projekts steht die Universität Freiburg in engem Kontakt mit dem Kantonalen Sozialamt und dem Amt für Ausbildungsbeiträge 

     wie auch dem Projekt «AlterEgauZ» an der Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg. Nach einer Aufbauphase startet das erste Integrationsvorstudium im Herbstsemester 2024. Geplant ist eine Teilnehmendenzahl von jährlich 10 bis 15 Personen.  

    Das Projekt wird von 2023 bis 2026 durch den Fonds mit CHF 60’000 unterstützt.  

    Kontakt: carmen.delgado@unifr.ch 

    Webseite

    Medienberichte: „Rentrée universitaire, Fribourg facilite l’accès aux études pour les réfugiés“, RTS, September 2023 (auf Französisch)

  • Campus Luzern für Geflüchtete - Ein Kooperationsprojekt  der Universität Luzern, der Hochschule Luzern und der Pädagogische Hochschule Luzern (2023-2026)

    Das Kooperationsprojekt der Universität Luzern, der Hochschule Luzern und der Pädagogischen Hochschule Luzern baut ein Integrationsvorstudium auf, um Geflüchtete beim Zugang zu allen drei Hochschultypen zu unterstützen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen die Gelegenheit erhalten, ihre Deutsch- und Englischkenntnisse in Sprachkursen zu verbessern oder die sogenannten MINT-Fächer zu vertiefen. Weiter ist geplant, das Angebot mit Coaching und Beratungen rund um administrative und organisatorischen Herausforderungen zu ergänzen. Die Synergien zwischen den drei Hochschulen werden dabei bestmöglich genutzt und auf den bestehenden Erfahrungen mit Geflüchteten aufgebaut.

    Für die nachhaltige Implementierung des Projekts sehen die drei Hochschulen eine enge Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern, sowie den angrenzenden Kantonen vor. Nach einer Aufbauphase startet das erste Integrationsvorstudium im Sommer 2024. Geplant ist eine Teilnehmendenzahl von jährlich 15 Personen.

    Das Projekt wird von 2023 bis 2026 durch den Fonds mit CHF 60’000 unterstützt.

    Für eine wissenschaftliche und projektzentrierte Begleitstudie, die der Verstetigung und Verankerung des Projekts helfen sowie Handlungsempfehlungen für nach der Pilotphase liefern soll, wird das Projekt Campus Luzern zwischen 2024 und 2026 mit zusätzlichen CHF 40’000 gefördert.

    Kontaktpersonen:

    HSLU: Sandra Sommer & Jeremy Sigrist

    UNILU: Uta Zehnder

    PH Luzern: Anne Schillig

    Email: campusgefluechtete@hslu.ch

    Webseite

  • Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg - AlterEgauZ (INVOST) (2023-2026)

    Das Programm AlterEgauZ der Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg (HETS-FR) gehört zu den INVOST Projekten der HES-SO und besteht seit 2021. Es richtet sich an Personen, die ein Studium im Bereich der Sozialen Arbeit aufnehmen oder fortsetzen möchten. Durch Sprachkurse, Module des Bachelors in Sozialer Arbeit, die als Gasthörer*innen besucht werden, ein Praktikum (Voraussetzung für das Zulassungsverfahren), Coaching und Mentoring erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in den Hochschulalltag und können sich auf die Zulassung zum Studium der Sozialen Arbeit vorbereiten. Jedes Jahr nehmen vier bis fünf Personen am Programm teil.

    Im Rahmen der Unterstützung durch den Fonds «Hochschulprojekte» von Perspektiven – Studium werden Gespräche mit anderen Fachbereichen der HES-SO Freiburg geführt, um die Möglichkeiten einer Ausweitung des Programms zu prüfen. Darüber hinaus werden die Kontakte mit dem Kantonalen Sozialamt (KSA) des Kantons Freiburg und den Organisationen verstärkt, die für die Integration von Personen aus dem Asylbereich zuständig sind, um eine nachhaltige Finanzierung durch den Kanton und die HES-SO//FR zu erzielen.

    Das Projekt wird von 2023 bis 2026 mit CHF 60’000 aus unserem Fonds unterstützt. Für den Mehraufwand an Kommunikationsmassnahmen, Studienberatung und Know-how-Transfer zu den Zulassungsstellen der weiteren HES-SO Freiburg wird das Projekt von 2024 bis 2026 mit zusätzlichen CHF 20’000 gefördert.

    Kontakt: marie-christine.ukelo@hefr.ch   

    Webseite

  • Fachhochschule Graubünden - Brückenangebot für Geflüchtete (2023-2026)

    Durch das Brückenangebot werden geflüchtete Personen für die Aufnahme in einem Bachelorstudium an der Fachhochschule Graubünden vorbereitet. Das Programm besteht aus studiengangspezifischen Modulen sowie Unterstützungsmodulen wie Deutsch oder Mathematik. Das Studium erfolgt Teilzeit. Parallel dazu absolvieren die Teilnehmenden ein Praktikum in einem studiengangrelevanten Beruf in einem Unternehmen in der Region Graubünden. Zudem werden Teilnehmer*innen durch regelmässiges Coaching von der Projektkoordinationsstelle individuell betreut und durch das Mentoringprogramm von Studierenden der Fachhochschule Graubünden begleitet. Die erworbenen Kompetenzen befähigen die Teilnehmenden bei erfolgreichem Bestehen zur Zulassung zum regulären Studium.  

    Das Programm wurde gemeinsam mit der Fachstelle Integration des Kantons Graubünden konzipiert. Es ist als Integrationsmassnahme anerkannt und wird durch die Fachstelle Integration, Amt für Migration und Zivilrecht GR mitfinanziert. 

    Das Angebot wurde im Herbstsemester 2023 lanciert. Angestrebt werden 5 Teilnehmende pro Jahr.

    Das Projekt wird in einem ersten Schritt von 2023 bis 2026 durch den Fonds mit CHF 60’000 unterstützt. Für 2024 bis 2026 unterstützt der Fonds das Projekt mit zusätzlichen CHF 15’712 für die Aufstockung von zwei auf vier Wochenlektionen Deutschunterricht. Die Kosten für diese zusätzliche Sprachförderung wird zur Hälfte vom Amt für Migration und Zivilrecht des Kantons Graubünden übernommen.

    Kontakt: Anne-Marie.Jaeger@fhgr.ch 

    Webseite

  • Universität Neuenburg - Programm Escabeau (2023-2026)

    Die Universität Neuenburg bietet seit 2017 ein CAS für Integration an, das sich an geflüchtete Personen mit Hochschulabschluss richtet. Mit ihrem Projekt Escabeau plant die Universität Neuenburg, sich auch für geflüchtete Personen zu öffnen, die in ihrem Heimatland ein Universitätsstudium planten oder bereits begonnen haben und dieses an der Universität Neuenburg fortsetzen möchten, aber nicht alle regulären Zulassungsbedingungen der UniNE erfüllen. Zu diesem Zweck hat die Uni Neuenburg eine neue Zulassungsmöglichkeit entwickelt: Personen, die ein Sprachniveau B2 erreicht haben und eine Maturität vorweisen, die im Heimatland zum Studium berechtigt, können unter Auflagen zum Bachelorstudium zugelassen werden. Wenn die angehenden Studierenden im ersten Jahr 30 ECTS-Punkte erreichen, können sie als regulär immatrikulierte Studierenden verstärkt, das begonnene Studium fortsetzen.

    Für eine nachhaltige Umsetzung des Angebots wird die Uni Neuenburg die Zusammenarbeit mit dem Kanton sowie mit weiteren Akteuren im Asylbereich und anderen Hochschulen verstärken.

    Die neue Zulassungsmöglichkeit wird ab Herbstsemester 2024 eingeführt. Angestrebt werden 10 Teilnehmende für die alternative Zulassungsmöglichkeit und 5 für das CAS Integration.

    Das Projekt wurde in einem ersten Schritt vom Fonds «Hochschulprojekte» mit CHF 20’000 für das akademische Jahr 2023/24 unterstützt. Eine weitere Finanzierung erfolgt von 2024 bis 2026 in der Höhe von CHF 41’586.

     Kontakt: escabeau.programme@unine.ch     

     Webseite

  • SEET - Studienförderprogramm für Geflüchtete (2023-2026)

    Seit 2020 unterstützt der Verein SEET insbesondere geflüchtete Frauen bei der (Wieder-)Aufnahme eines Studiums in der Schweiz. Das Studienförderprogramm von SEET basiert auf drei Säulen: Mentoring, Skill-building Workshops / soziale Events und Abbau finanzieller Hürden. Die Mentoring-Beziehung zwischen den geförderten Frauen mit Fluchthintergrund (Mentees) und den Mentor*innen (ehrenamtliche Studierende) ist zentral. Beide Parteien des Mentoring-Tandems werden professionell durch eine Kommunikationspsychologin geschult und von einer Motivationspsychologin begleitet. In regelmässigen Treffen werden Herausforderungen wie zum Beispiel administrative Hürden besprochen und gemeinsam mit dem Projektteam bearbeitet.

    Der Abbau finanzieller Hürden als zweite Hauptaktivität (studienbezogene Ausgaben, Sprachzertifikate, Kinderbetreuung usw.) ist unerlässlich. SEET unterstützt nach individueller Prüfung eine breite Palette von absolut notwendigen Ausgaben. Zudem profitieren die Teilnehmenden von einer Vielzahl von Workshops und Vernetzungstreffen (z. B. CV-Workshops, Präsentationscoaching).

    Mit seinem Studienförderprogramm trägt SEET zur persönlichen Stärkung der Selbstbestimmtheit der Geförderten bei. Dadurch unterstützt SEET sie auch bei der erfolgreichen Integration in unsere Gesellschaft. Die Schweizer Bevölkerung wiederum profitiert vom Potential und dem einzigartigen Erfahrungshintergrund der Geförderten.

    Das Projekt wird in einem ersten Schritt von Juli 2023 bis Juni 2024 durch den Fonds mit CHF 10’000 unterstützt. Mit der zweiten Ausschreibung wird SEET für Sommer 2024 bis 2026 mit weiteren CHF 24’000 gefördert.

    Kontakt: seet@seet.ch

    Webseite

  • ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (2023-2024)

    Das Ziel des Projekts ist, qualifizierten Studierenden die (Wieder-)Aufnahme des Studiums als Auditor*in, Mobilitätsstudent*in oder als ordentliche*r Student*in und eine gute Integration an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, werden in Absprache mit ZHAW-internen und externen Stakeholdern nötige Unterstützungsmassnahmen identifiziert und gezielt aufgebaut. Für die nachhaltige Verankerung des Projekts wird die langfristige Finanzierung gesichert.  

     Das Projekt wird für das akademische Jahr 2023/24 durch den Fonds mit CHF 20’000 unterstützt.   

    Kontakt: restart.international@zhaw.ch   

    Webseite

  • Pädagogische Hochschule Luzern - ANGEL – Anerkennung von Diplomen geflüchteter Lehrpersonen (2023-2024)

    Die Pädagogische Hochschule Luzern unterstützt geflüchtete Lehrpersonen dabei, in der Schweizer Bildungslandschaft Fuss zu fassen, sei es über die Begleitung während des Diplomanerkennungsverfahrens mit Ausgleichsmassnahmen oder über die Ausarbeitung gezielter Aus- und Weiterbildungsmassnahmen. Die durch den Einzelfall gewonnenen Erfahrungen fliessen in die Sensibilisierungsarbeit zum Einstieg in den Lehrberuf in der Schweiz für geflüchtete Lehrpersonen ein.  

    Während eines eineinhalbjährigen Pilotprojekts wird eine Bestandesaufnahme bestehender Initiativen für geflüchtete Lehrpersonen an Pädagogischen Hochschulen erstellt und die Projekte miteinander vernetzt. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den hohen Sprachanforderungen für ein Studium an einer PH respektive für die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit als Lehrer*in. Hier will das Projekt eine Auslegeordnung der verschiedenen Anforderungen erstellen, einen Vorschlag für Unterstützungsmassnahmen ausarbeiten und diese gemeinsam mit involvierten Akteur*innen umsetzen.  

    Das Projekt wird von September 2023 bis Dezember 2024 durch den Fonds mit CHF 20’000 unterstützt.  

    Kontakt: stefanie.rinaldi@phlu.ch

    Webseite

  • FHNW HGK Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel - Access HGK (2023-2024)

    Access HGK ist ein von Studierenden initiierter Verein an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW, der sich für Chancengleichheit beim Zugang zu Hochschulbildung einsetzt. 

    Access HGK wird im Herbstsemester 2023/24 in eine zweijährige Pilotphase starten. Im Rahmen des Brückenangebots soll einerseits die Möglichkeit eines Schnuppersemesters eröffnet und anderseits Unterstützung beim Zulassungsverfahren zu regulären Studiengängen geboten werden. Der Verein bietet ergänzende Beratungsleistungen für Menschen mit Fluchterfahrung, die sich für ein Studium an der HGK Basel interessieren. 

    Menschen, die sich direkt oder nach einem Schnuppersemester für ein reguläres Studium anmelden, erhalten Unterstützung in administrativer, sprachlicher und finanzieller Form.  

    Alle schnuppernden und regulär Studierenden profitieren von Sprachkursen im entsprechenden Sprachniveau. Dafür wird eine Kooperation der HGK mit dem Sprachenzentrum Uni Basel angestrebt.  

    Das Projekt wird für das akademische Jahr 2023/24 durch den Fonds mit CHF 20’000 unterstützt. 

    Kontakt: info@access-hgk.ch 

    Webseite

    Flyer

  • Universität Bern: Kompass UniBe (2024-2026)

    Kompass UniBE bietet studieninteressierten Geflüchteten mit entsprechender Vorbildung die Möglichkeit, sich während eines Jahres an der Universität Bern sprachlich, fachlich und organisatorisch auf ein Hochschulstudium vorzubereiten. Durch eine erfolgreiche Absolvierung des Vorbereitungsjahres können sie sich für eine Zulassung zu einem regulären Studium qualifizieren. Im Fokus steht die Förderung der Studierfähigkeit sowie die Orientierung im universitären Alltag. Studieninteressierte Geflüchtete sollen sich durch ein intensives Sprachkursangebot, den Erwerb fachlicher und akademischer Grundkompetenzen sowie ein studentisches Mentoring-Angebot mit den Anforderungen eines Hochschulstudiums vertraut machen. Die Universität Bern leistet mit Kompass UniBE einen Beitrag für den chancengerechten Zugang zur Tertiärbildung für qualifizierte geflüchtete Menschen und fördert die Diversität und Internationalisierung in Forschung und Lehre. Ein Hochschulvorbereitungskurs schliesst zudem eine Lücke im vorhandenen Integrationsangebot des Kantons Bern.

    Für das akademische Jahr 2024/25 sind 40 Teilnehmende vorgesehen, für 2025/26 sind es 20.

    Um die nachhaltige Verankerung des Angebots nach den beiden Pilotjahren (2023/24 und 2024/25) zu fördern, hat die Auswahlkommission entschieden das Projekt von 2024 bis 2026 mit CHF 39’285 zu unterstützen.

    Kontakt: kompass@unibe.ch 

    Webseite

  • Pädagogische Hochschule Bern: Ergänzende Sprachförderung zum «CAS Unterrichten mit ausländischem Lehrdiplom» (2024-2026)

    Mit dem CAS «Unterrichten mit ausländischem Lehrdiplom» bietet die PH Bern seit 2023 ein innovatives training to the job. Es bereitet die Teilnehmenden gezielt auf die künftige Aufgabe als Lehrperson vor.  Im Rahmen des CAS werden sie geschult in Methoden- und Didaktik-Kursen, wissenschaftlichem Arbeiten, Lern- und Präsentationstechniken, allgemeiner und Fachdidaktik, CV und Bewerbungskursen, etc.​​ Bei erfolgreichem Abschluss erhalten sie ein CAS-Zertifikat der Pädagogischen Hochschule Bern. Erklärtes Ziel ist, dass die Teilnehmenden im Anschluss eine Anstellung als Lehrperson finden.​

    ​Im Lehrberuf ist die Kommunikation essenziell – von der Lernbegleitung der Schüler*innen im kompetenzorientierten Unterricht, über die spezifischen Fachsprachen, hin zur Bildungssprache, bis hin zur Kommunikation mit Erziehungsberechtigten etc.  Entsprechend ist eine sprachliche Förderung ergänzend zu den fachlichen Komponenten des CAS zentral. Aktuell ist für eine Teilnahme am CAS ein international anerkanntes Sprachdiplom Niveau B2 oder höher zwingend erforderlich.

    Für die zusätzliche Sprachförderung will die PH Bern ein schweizweit einsetzbares Rahmenkonzept «Sprachmassnahmen im Berufsfeld Pädagogik (Sprachniveau B2, C1, C2)» erarbeiten und dieses in Form von konkreten Sprachkursen an der Pädagogischen Hochschule Bern umsetzen.

    Die Entwicklung dieses Konzepts sowie die ersten Durchläufe des Sprachkurses wird vom Fonds «Hochschulprojekte» von 2024 bis 2026 mit CHF 34’050 gefördert.

    Kontakt: nathalie.glauser@phbern.ch

    Webseite

  • Università della Svizzera italiana USI: InclUSIone (2024-2026)

    Seit 2022 besteht an der Università della Svizzera italiana USI ein Gasthörer*innen Zugang für Geflüchtete als Pilotprojekt. Teilnehmende können dabei nicht nur Vorlesungen besuchen, sondern auch ihre Sprachkompetenzen durch Italienisch- und teils Englischkurse verbessern. Begleitet werden sie durch eine*n administrative*n Betreuer*in. Gleichzeitig bietet die USI für hochqualifizierte Geflüchtete auf Stellensuche einen kostengünstigen Zugang zu akademischen Kursen als Gasthörende mit dem Ziel, deren Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

    Dieses Pilotprojekt soll nun bis 2026 als langfristiges Programm implementiert werden, denn durch den Krieg in der Ukraine ist die Nachfrage stark angestiegen, so dass die bestehenden Prozesse professionalisiert und reglementarisiert werden müssen.

    Geplant ist insbesondere auch eine Sensibilisierung der Hochschulmitarbeitenden und Studierenden der USI hinsichtlich der Bedürfnisse von geflüchteten Studierenden wie auch Unterstützungsmassnahmen während dem regulären Studium. Auch ist eine verstärkte Vernetzung mit den anderen Tessiner Hochschulen sowie den kantonalen Migrations- und Integrationspartnern geplant.

    Um diese Implementierung des Programms zu unterstützen, wird die USI durch den Fonds «Hochschulprojekte» von 2024 bis 2026 mit CHF 60’600 gefördert.

    Kontakt: maurizia.ruinelli@usi.ch

    Webseite

  • Graduate Institute: Horizon académique (2024-2026)

    Das Programm Horizon académique fördert seit 2016 die berufliche Integration von Geflüchteten und anderen Bevölkerungsgruppen mit ähnlichen Bedürfnissen. Durch akademische und berufliche Beratung, Sprachkurse, Zugang zu akademischen Kursen mit der Möglichkeit, Prüfungen abzulegen und ECTS-Punkte zu erwerben und der Begleitung eines Mentors/einer Mentorin werden die Teilnehmenden auf ein Studium an der Universität Genf vorbereitet. Im Anschluss an das Brückenangebot besteht ebenfalls die Möglichkeit für ein Studium an der Fachhochschule der HES-SO Genève oder seit 2020 am @Graduate Institute.

    Trotz sehr hohen Teilnehmendenzahlen im Angebot von Horizon académique haben bisher nur wenige Personen im Anschluss ein Masterstudium am Graduate Institute aufgenommen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen der Universität Genf und dem Graduate Institute zu vertiefen, den Bekanntheitsgrad des Instituts unter den Teilnehmenden von Horizon académique zu erhöhen und die Begleitung von zukünftigen Studierenden aus diesem Programm am Graduate Institute zu stärken.

    Für diesen Prozess wird das Graduate Institute durch den Fonds «Hochschulprojekte» von 2024 bis 2026 mit CHF 21’600 unterstützt.

    Kontakt: diego.gutierrez@graduateinstitute.ch

    Webseite Horizon académique

    Webseite Graduate Institute

Ein herzliches Dankeschön an die folgenden Förderstiftungen – nur dank ihnen ist diese Unterstützung möglich:

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